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Leseflauten - woher kommen sie?

Wir alle kenne sie doch, die ungeliebten Leseflauten.  Diese kleinen lästigen Biester tief in uns drinnen, die uns die Lust am Lesen nehmen und tage-, wochen- oder gar monatelang in Gefangenschaft halten. Doch woher kommen sie? Das habe ich mich in den letzten Wochen sehr oft gefragt. Bei mir sah es nämlich nicht sehr rosig aus was das Lesen betrifft. In den letzten anderthalb Monaten habe ich sage und schreibe ganze DREI (!!!) Bücher gelesen. Für meine Verhältnisse ist das schon sehr ernüchternd und deswegen habe ich mich auf die Reise in mein Inneres begeben.
Wie sieht das aus, eine Reise ins Innere?  Tja, so ganz genau kann ich das leider auch nicht sagen. Und ich muss an dieser Stelle alle enttäuschen, die einen tiefpsychologischen Bericht erwarten. Tut mir leid, aber leider bin ich  weder Psychologin noch Therapeutin. Ich bin einfach nur ein kleiner Bücherwurm, der leider auch mal schlechte Tage hat…  Kommen wir wieder auf die Reise zu sprechen. Ich habe mich eines schönen Vormittags …
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„Die goldene Legende“ von Nadeem Aslam

Klappentext Vor dem Hintergrund der religiösen Konflikte in Pakistan erzählt Nadeem Aslam die Geschichte der jungen Christin Helen und ihrer Ziehmutter Nargis, die gerade ihren geliebten Mann verloren hat. Als die Auseinandersetzungen bürgerkriegsähnliche Zustände annehmen, müssen sie ihr Leben Imran anvertrauen, einem Fremden, der selbst auf der Flucht ist.

Meinung Nadeem Aslam entführt uns ins Pakistan der heutigen Zeit und zeigt uns ungeschont zu was Menschen in der Lage sind. „Die goldene Legende“ ist ein schockierendes Buch über religiöse Konflikte, denn Pakistan ist gespalten zwischen dem Islam und dem Christentum. 
Für mich war dieser Blick in eine mir unbekannte Welt sehr befremdlich, was aber nichts mit Religion oder Glauben zu tun hatte. Nein, es war die brutale Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen, weil sie andere Denkweisen haben. Das schockierendste daran war und ist noch immer, dass dies harte Realität ist. Daher habe ich mir für dieses Buch auch viel Zeit genomme…

„Alles, was ich nicht erinnere“ von Jonas Hassen Khemiri

Inhalt Samuel ist tot - doch wer war Samuel? Und warum ist er gestorben? Einige sagen, es war Selbstmord und er hat seinen Tod schon lange im Voraus geplant. Andere sagen wiederum, dass Samuel bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Manche geben seiner damaligen Freundin die Schuld, andere sind der Meinung, Samuel’s bester Freund hätte ihm den Tod gebracht. Doch die größte aller Fragen bleibt: Wer war Samuel?

Meinung Dieser Roman war sehr intensiv! Und das auf eine sehr beeindruckende Erzählweise. Als Leser verfolgen wir einen Autor bzw. Journalisten, der Freunde, Familie und Bekannte von Samuel zu seinem Tod befragt. Doch bekommen wir als Leser nie die Fragen mit, die vom Autor/Journalisten gestellt werden, sondern nur die Antworten. Ich finde diese Erzählweise, über einen verstorbenen Protagonisten zu schreiben und sein Leben so in Szene zu setzen, sehr interessant.
Es kommen einige Menschen zu Wort, die im ersten Moment nicht wichtig erscheinen. Der größte und damit auch wichtigste Tei…

„Zitronenfalter“ von Ralph Schmid

An erster Stelle möchte ich mich sehr herzlich beim Autor Ralph Schmid für das Rezensionsexemplar bedanken - ich habe mich sehr darüber gefreut! Und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman! 😊📚


Inhalt Ben ist geschieden, hat eine 20-jährige Tochter und hat sein eigenes Architektur-Büro. Er mag alte Autos, doch noch viel mehr mag er junge Frauen, die er auch gerne schamlos anbaggert. Als er eines Tages einen Brief von seinem alten Jugendfreund Chris bekommt, gerät seine heile Welt ins Schwanken. In dem Brief geht es um Ben’s große Liebe, Stef. Was genau ist mit Stef los? Wird Ben all seinen Mut zusammen nehmen und zu ihr fahren?

Meinung Leider konnte mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugen können. Das lag vor allem an Protagonist Ben, er ist mir erst im letzten Drittel des Buchs sympathisch geworden. Davor war er leider ein ganz fürchterlicher Protagonist: ein wirklicher Schwerenöter, vollkommen von sich überzeugt, machomäßig im Umgang mit Frauen. Viel zu stereotypisch fü…